Schwanger werden
Befruchtung Treffen Ei- und Samenzelle zum richtigen Zeitpunkt zusammen, verschmelzen sie miteinander, was Befruchtung genannt wird. Befruchtung und Schwangerschaft sind möglich, wenn Samenzellen in die Scheide der Frau gelangen und von dort aus durch die Gebärmutter in die Eileiter wandern.
Die Eizelle ist auf ihrem Weg vom Eierstock in die Gebärmutter für etwa 6 - 24 Stunden befruchtungsfähig. Allerdings können die Samenzellen eine Zeit auf die Eizelle "warten": Sie überleben in der Gebärmutter und den Eileitern zwei bis sieben Tage! Das bedeutet: Auch ein ungeschützter Geschlechtsverkehr, der einige Tage vor dem Eisprung stattgefunden hat, kann zur Befruchtung und Schwangerschaft führen!
Wichtig: Auch beim Petting können - z.B. über die Hände - Samen in die Scheide gelangen. Deshalb gilt auch hierbei: Aufpassen!
Hormone Die für Sexualität und Fortpflanzung wichtigsten Hormone (=chemische Botenstoffe des Körpers) werden in den so genannten Keimdrüsen gebildet. Bei der Frau sind das die Eierstöcke, beim Mann die Hoden. Die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormongruppen sind die Östrogene (Sammelbegriff: Östradiol) und die Gestagene (Progesterone). Das wichtigste männliche Geschlechtshormon ist das Testosteron.
Weibliche Hormone können auch künstlich hergestellt werden. Diese werden bei einigen Verhütungsmitteln verwendet, um eine Schwangerschaft zu verhindern (z.B. Pille, Minipille, Hormonspirale, hormonhaltiger Scheidenring oder Hormonimplantate).
Die Steuerzentrale für die Hormonbildung ist die Hirnanhangdrüse. Sie schickt Steuerhormone zu Eierstöcken oder Hoden, regt diese zur Arbeit an und kontrolliert sie. Bei Frauen werden durch solche Steuerhormone Vorgänge wie z.B. Reifung der Eizelle, Eisprung oder Hormonbildung ausgelöst. Keimdrüsen und Gehirn tauschen über das Blut ständig hormonelle (=chemische) Informationen miteinander aus. In den Eierstöcken werden schließlich Östrogene und Progesteron gebildet.
Die Östrogene sind unter anderem für den Aufbau der Schleimhaut in der Gebärmutter zuständig.
Im Eierstock wird auch eine andere Hormongruppe gebildet, die Gelbkörperhormone (Gestagene, Progesteron). Diese Gestagene haben viele Aufgaben. Sie bereiten die Gebärmutter auf eine befruchtete Eizelle vor. Die Gebärmutterschleimhaut ist dann gut durchblutet, nährstoffreich und für eine Schwangerschaft bestens gerüstet. Wurde die Eizelle nicht befruchtet, nimmt die Progesteronbildung ca. 14 Tage nach dem Eisprung stark ab. Dadurch setzt die Regelblutung ein, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird.
Ein neuer Zyklus beginnt mit dem Heranreifen einer Eizelle.
Schwangerschaft Sind Ei- und Samenzelle miteinander verschmolzen (Befruchtung), beginnt die befruchtete Eizelle ein rasantes Wachstum - sie teilt sich unaufhörlich. Die kleine Zellkugel wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter. Dort nistet sie sich etwa eine Woche nach der Befruchtung ein. Dann stellt sich der gesamte Körper der Frau auf eine Schwangerschaft ein.
Alle Angaben zur Notfall-Verhütung mit der ‚Pille danach’, der ‚Spirale danach’ oder dafür ‚geeigneten normalen Pillen’ beruhen auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Achtung: Keine Notfall-Verhütungsmethode ist 100prozentig sicher! Bitte wenden Sie sich deshalb nach Möglichkeit immer an Ärztinnen / Ärzte (für Frauenheilkunde) in einer Praxis, Klinik oder einer Beratungsstelle.
